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Film-Reviews

Film: Dragon Squad / Maan lone
Land: Hong Kong
Jahr: 2005
Regisseur: Daniel Lee
Darsteller: Sammo Hung, Michael Biehn, Jun-ho Heo, Lawrence Chou, Vanness Wu, Simon Yam, Shawn Yue, Maggie Q, Bingbing Li, Philip Ng, ...
Review: Markus Leibold 14.01.2006
Inhalt

Ein junges Team von 5 Spezialisten soll den lokalen Unterweltboss Tiger bei einem Transport zum Gerichtstermin bewachen. Jedoch gelingt es einer Gruppe von Gangstern den Angeklagten zu befreien, um dessen Bruder zu erpressen. Zusammen mit dem kurz vor der Pension stehenden Polizisten Lok nehmen die 5 die Verfolgung auf ...

Review

Mit den beiden großen Produktionen SPL und Election als Konkurenten in der zweiten Jahreshälfte 2005 bringt Regisseur Daniel Lee (Black Mask, Star Runer) mit Dragon Squad seinen Beitrag zum Thema Tiraden. Mit einem Kinostart in Hong Kong nur eine Woche vor SPL musste er sich nicht nur an der Kinokasse geschlagen geben, auch die Qualität des Filmes kann leider nicht ganz mithalten. Mit Steven Seagal als Co-Produzent und Micheal Biehn (The Terminator,Aliens) in einer Nebenrolle zielt der Film auf eine internationale Vermarktung.
Schon von Anfang an wird klar welche Richtung der Film einschlägt: schnörkellose Action in modernem Gewand, möglichst trendy und kurzweilig. Dies kann funktionieren, im vorliegenden Fall reicht es jedoch nur zu einem mittelmäßigfen Ergebnis.
Die Ausgangsbasis des Filmes ist gar nicht schlecht. Eine Menge Jungstars, unter anderem Vanness Wu, Shawn Yue, Sheng Yi Huang, Lawrence Chou, Yu Xia, angeführt von zwei routinierten Altstars aus Hong Kong, Sammo Hung und Simon Yam und als Eyecandy gibt es noch Maggie Q. Eyecandy ist hier übrigens wörtlich gemeint, da sie im Endschnitt keine einzige Zeile Text hat und somit nur für die Optik engagiert wurde.
Auf der formalen Ebene ist der Film durchaus gelungen, sofern man den modernen, schnellen Stil des zeitgenössischen Hong Kong Kinos mag. Auf der inhaltlichen und vor allem dramaturgischen Ebene kann der Film jedoch in keiner Weise überzeugen. Es findet keine Charakterisierung der einzelnen Figuren statt, alle Rollen bleiben sehr eindimensional. Durch die hohe Anzahl an Darstellern wird eine Identifizierung mit den einzelnen Figuren nur sehr schwer möglich.
Sammo Hung in seiner Rolle als gealterter Polizist, der kurz vor der Pension steht, kann in diesem Film gar nicht überzeugen. Im Gegensatz zu SPL wirkt er hier wesentlich unflexibler und älter. Die Action-Sequenzen wirken recht lieblos und das Double ist mehr als einmal ganz klar erkennbar.
Um auch den amerikanischen (Video)Markt zu erschliessen wurde die Rolle von Michael Biehn ausgebaut. Während er am Anfang nur die klassische Nebenrolle besetzt wird seine Figur im Verlauf des Filmes zu einer der Hauptfiguren, inklusive einer Liebesromanze. Gerade diese Romanze birgt aber ein Problem. Angelegt als Bösewicht mutiert er hier kurzzeitig zum romantischen Helden, der sich in die Freundin des erpressten Gangsterbosses verliebt. Leider fehlt es hier dem Drehbuch an der nötigen Charakterentwicklung, sodass die für solch einen Film notwendige Kategorisierung in Sympathie und Antipathie gegenüber den einzelnen Figuren nicht mehr gewährleistet ist.
Als Fazit bleibt nur die Feststellung, dass Dragon Squad als Dritter nach Election und SPL im Rennen um die Zuschauergunst durch die Ziellinie kommt. Ein durchschnittlicher Actionfilm mit netter Optik, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

DVD

DVD von Mei Ah. Bildformat 1,85:1 (anamorph / 16:9), Tonformat Mandarin (Dolby Digital 5.1), Kantonesisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Kantonesisch (Dolby Digital 5.1), Kantonesisch (DTS 5.1), Untertitel Englisch, Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (traditionell). Extras: Synopsis, Cast & Crew. Extra DVD: Making Of, Photo Gallerie, MTV, Trailer